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Erste Erlebnisse und Erfahrungen mit Nylonstrümpfen in einer Fußgängerzone

 

In diesem Sommer habe ich beschlossen, einfach einmal auszuprobieren, wie es ist, mit Nylons an den Beinen auf die Straße zu gehen. Nachdem ich bei entsprechendem Wetter später abends diverse Stadtbummel hinter mich gebracht und diese auch gut überstanden habe, beschloß ich, es auch einmal am Tage zu versuchen.Ich zog also eine transparente Strumfhose unter meine Shorts und setzte mich in den Wagen, um in eine der angrenzenden Großstädte zu fahren.

Dort angekommen, parkte ich in einem Parkhaus und machte mich auf die "Socken". Etwas komisch war mir doch. Ein starkes Prickeln stieg in mir auf, das diejenigen sicher kennen, die so etwas bereits gewagt haben. Im Treppenhaus des Parkhauses begegneten mir ein paar Leute, die ganz normal an mir vorbeigingen. Irgendwie erleichternd. Dann war die Treppe zu Ende und der Ausgang lag vor mir. Ich überlegte kurz, stieß die Tür auf und ging einfach hinaus.

Inmitten der vielen Leute schienen meine Beine niemandem aufzufallen. Das machte mich ziemlich selbstbewußt und so ging ich geradewegs in die Fußgängerzone. Das Bad in der Menge gefiel mir immer besser. Ich suchte mir eine Bank und setzte mich, um eine Zigarette zu rauchen. Inzwischen sind einige Passanten auf mich aufmerksam geworden. Das merkte ich am Kopfschütteln, den komischen Blicken, die ziemlich eindeutig waren, so wie das anschließende Getuschel, währenddessen sie weitergingen. Noch ein kurzer Blick über die Schulter und dann waren die Affen im Trubel verschwunden. Da wird einem ganz heiß auf dem Kopf, obwohl man aus den guten alten "68er-Zeiten" schon viel gewohnt ist!

Später dann ging ich - imer selbstbewußter werdend - weiter. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in einer Strumpfboutique vorbeizuschauen, um meinen Vorrat an halterlosen Strümpfen aufzufüllen. Plötzlich sprach mich ein Mann ca. Mitte 30 an: "Hallo, Dein Outfit gefällt mir echt gut! Du hast ja richtig Mut zur Tat!" Ich war völlig überrascht und sah ihn sprachlos an. "Ja, ich finde das echt mutig von Dir", sagte er, "so in aller Öffentlichkeit herumzulaufen. Du solltest vielleicht wissen, daß ich auch Strumpfhosen trage. Nur so was habe ich mich noch nicht getraut!" Wir fanden in einen Erfahrungsaustausch, der sich über eine halbe Stunde hinzog. Plötzlich fiel mir die Uhrzeit ein und ich merkte, daß die Strumpfboutique jetzt Mittagspause hatte: "Mensch, ich wollte eigentlich in eine Strumpfboutique! Vor lauter Reden habe ich nicht auf die Uhr gesehen und jetzt haben die dicht!" "Warum gehst Du nicht in den Kaufhof oder nach Hertie?" fragte der Typ mich, "Die haben da echt viel Auswahl und auch viele Marken. Da findest Du eigentlich auch, was Du suchst und brauchst nicht noch zu warten!"

Ich dankte ihm für den Tip und machte mich auf den Weg dort hin. Als ich in der Strumpfabteilung angekommen war, suchte ich nach meinem Wunsch, den Halterlosen.

Ich wurde nicht sofort fündig und merkte, wie sich eine etwas ältere Verkäuferin in meine Richtung in Bewegung setzte. "Kann ich Ihnen helfen?" fragte sie mich. Ich antwortete: "Ja, ich suche halterlose Strümpfe. Können Sie mir da helfen?" "Aber sicher, die haben wir hier vorn. Welche Größe hat denn Ihre Frau?" Ich schluckte und antwortete: "Die sollen für mich selbst sein. Ich suche so was in der Farbe, die ich im Moment trage." Die Verkäuferin sah nebensächlich an mir runter und sagte: "Ach ja, das habe ich noch nicht bemerkt, Sie tragen Nylons! Hier waren schon einige Männer in dem Outfit. Warum auch nicht? Ich finde das richtig mutig!" "Ja, das ist das erste Mal, daß ich so am hellichten Tag auf die Straße gehe. Die meisten Menschen merken es gar nicht. Es ist ganz schön aufregend, wenn man mal merkt, daß es jemandem aufgefallen ist. Ich will aber auch nicht so provokativ sein und gleich etwas Schwarzes anziehen." "Ja, das kann ich verstehen", antwortete die Verkäuferin, "haben Sie denn schon mal daran gedacht, etwas für Sandalen zu nehmen? Es gibt da nämlich etwas ohne die Verstärkung an den Zehen. Dann fällt es fast gar nicht mehr auf. Warten Sie mal!" Sie ging an ein Regal und kam mit einer 15 - DEN - Strumpfhose wieder. "Interessant, davon habe ich noch nicht gehört. Das werde ich einfach mal ausprobieren!" Wir unterhielten uns noch eine Weile. Dann ließ ich mir zwei Paar halterlose Strümpfe und die eben erwähnte Strumpfhose in meiner Größe heraussuchen und bezahlte. Ich bedankte mich für die freundliche Beratung und ging langsam wieder in Richtung des Parkhauses, in dem mein Wagen stand.

Mittlerweile war ich wesetlich ruhiger als noch am Anfang meines Spazierganges. Aus Erfahrung wird man eben klug! Für diesen Sommer habe ich mir noch viele dieser Spaziergänge vorgenommen!

 

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